Ein möglichst sicherer Schulweg ist für Kinder, Eltern und Kommunen von zentraler Bedeutung. Jeden Morgen und Mittag bewegen sich tausende Kinder gleichzeitig auf den Weg zur Schule – zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder begleitet durch Eltern. Besonders in Städten und größeren Gemeinden entstehen dabei sogenannte hochfrequentierte Schulwege: Bereiche, in denen sich viele Kinder zur gleichen Zeit auf engem Raum bewegen. Hier ist die Schulwegsicherheit besonders gefordert, laut Statistik passieren in der Zeit unmittelbar vor und nach der Schule die meisten Unfälle.
Was sind hochfrequentierte Schulwege?
So genannte hochfrequentierte Schulwege sind stark genutzte Routen, die von vielen Schülerinnen und Schülern täglich zur gleichen Zeit genutzt werden. Typische Beispiele sind:
- Straßen und Kreuzungen in unmittelbarer Nähe zu Grundschulen und weiterführenden Schulen
- Engstellen wie schmale Gehwege, Unterführungen oder Brücken
- Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs in Schulnähe
- Straßen mit hohem Kfz-Aufkommen, die sich mit Kinderströmen überschneiden
Gerade an diesen Stellen steigt das Risiko von Konflikten zwischen Kindern, Radfahrern, Autos und Bussen – und damit auch die Unfallgefahr.
Warum sind hochfrequentierte Schulwege für Städte und Kommunen so wichtig?
Für Städte und Kommunen stellen hochfrequentierte Schulwege in unterschiedlichen Bereichen eine besondere Herausforderung dar: Kinder bewegen sich oft unberechenbar, sind kleiner und für Autofahrende schwerer zu sehen. Hier gilt der Verkehrssicherheit ein besonderes Augenmerk. Auch hinsichtlich Elternsicherheit & Mobilitätswende ist Vorsorge wichtig, sichere Schulwege fördern das Vertrauen der Eltern, ihre Kinder selbstständig laufen oder radeln zu lassen. Das entlastet Straßen vom „Elterntaxi“-Verkehr.
Im Bereich der Stadtentwicklung erhöht ein sicher gestalteter Schulweg die Aufenthaltsqualität im Quartier und unterstützt eine kindgerechte Stadtplanung. Wenn Kinder sichere Wege haben, nutzen sie häufiger aktive Mobilitätsformen (zu Fuß, Rad, Roller) – ein Gewinn für Umwelt und Gesundheit, der zugleich nachhaltig ist.
Wie können hochfrequentierte Schulwege sicherer gemacht werden?
Die Sicherung dieser Wege ist eine nicht unerhebliche Aufgabe. Kommunen, Schulen, Eltern und Polizei können darin involviert sein. Wichtige Maßnahmen können unter anderem sein, die Infrastruktur anzupassen, bspw. breitere Geh- und Radwege zu schaffen, sichere Querungshilfen wie Zebrastreifen, Mittelinseln und Ampeln einzurichten sowie Tempo-30-Zonen im Schulumfeld konsequent umzusetzen.
Im Bereich der Verkehrslenkung und Organisation können Hol- und Bring-Zonen für Elternfahrzeuge außerhalb des direkten Schulumfelds eingerichtet sowie für klare Beschilderungen und Bodenmarkierungen gesorgt werden. Verkehrsberuhigte Bereiche im unmittelbaren Schulumfeld sind ebenfalls eine Option.
Als begleitende Maßnahmen sollten unbedingt Schulwegpläne erstellt und kommuniziert werden. Schulen können Schülerlotsen oder Verkehrshelfer einsetzen, um hochfrequentierte Schulwege bestmöglich abzusichern. Wichtig ist ebenso, Eltern und Autofahrer für das Thema zu sensibilisieren, bspw. durch Aufklärungskampagnen in Schulen oder Kommunen.
Durch das Nutzen digitaler Lösungen lassen sich Probleme faktenbasiert, strukturiert und stets auf aktueller Basis angehen. Die Erfassung und Analyse von hochfrequentierten Schulwegen und Gefahrenbereichen an denselben kann mit modernen Tools unter Einbindung der Verkehrsteilnehmer erfolgen, die frühzeitige Identifikation von Gefahrenstellen durch Daten und Feedback aus der Bevölkerung ist unkompliziert und standardisiert möglich.
Warum hochfrequentierte Schulwege genau betrachtet werden sollten
Bereiche, in denen sich viele Kinder und andere Verkehrsteilnehmer zur gleichen Zeit auf engem Raum bewegen, erfordern besondere Aufmerksamkeit. Kommunen, die in die Schulwegsicherheit investieren, schützen nicht nur Kinder, sondern fördern auch eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung.
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Dann sprechen Sie uns gerne an! Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit wenigen Schritten zu einer datenbasierten Entscheidungsgrundlage bei hochfrequentierten Schulwegen kommen – und damit einen wichtigen Beitrag zur Schulwegsicherheit leisten.